
Häufig gestellte Fragen zum "Gepr. Aus- und Weiterbildungspädagogin / Aus- und Weiterbildungspädagogen (IHK)"
Für wen ist die Ausbildung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen geeignet?
Die Weiterbildung zur/zum geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogin/Aus- und Weiterbildungspädagogen, befähigt berufserfahrene Personalwirtschaftlerinnen und Personalwirtschaftler dazu, betriebliche Aus- und Weiterbildungsprozesse zu begleiten, sowie Auszubildende bzw. Mitarbeitende zu betreuen, beurteilen und zu beraten. Dabei sollen Kompetenzen der Mitarbeitenden individuell erkannt und durch geeignete Lernmaßnahmen gefördert werden. Im Laufe der Weiterbildung können Fähigkeiten der Ausbildungsdidaktik, Konfliktberatung und Methodenkompetenz erworben werden. Voraussetzung dieser Weiterbildung sind eine abgeschlossene Berufsausbildung mit anschließender Berufserfahrung in einem personalwirtschaftlichen Bereich und eine erfolgreich absolvierte Ausbildereignungsprüfung.
Welchen Abschluss erhält der/die Aus- und Weiterbildungspädagoge/-in nach bestandener Prüfung?
Aktuell wird der Titel: Geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagogin/Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge "IHK" verliehen. Mit der zukünftigen Anpassung der Verordnung wird der Titel Bachelor Professional verliehen werden (DQR6).
Welche Voraussetzungen brauche ich, um den Lehrgang zum Aus- und Weiterbildungspädagogen zu besuchen?
Zum Besuch des Lehrgangs sind keine bestimmten Zulassungsvoraussetzungen einzuhalten. Für das Ablegen der Prüfung gelten die Richtlinien in der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss "Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge/Geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagogin".
Welche Inhalte werden in dem Lehrgang zum Aus- und Weiterbildungspädagoge behandelt?
I. Lernprozesse und Lernbegleitung
- 1. Gestaltung von Lernprozessen und Lernbegleitung
- 2. Lernpsychologisch, jugend-, erwachsenen- und sozialpädagogisch gestützte Lernbegleitung
- 3. Medienauswahl und -einsatz
- 4. Lern- und Entwicklungsberatung
Lernberatung in Bildungsprozessen, insbesondere bei Lernkrisen; Abbruchprophylaxe
II. Planungsprozesse in der beruflichen Bildung
- 1. Organisation und Planung beruflicher Bildungsprozesse
- 2. Gewinnung, Eignungsfeststellung und Auswahl von Auszubildenden
- 3. Bewertung von Lernleistungen sowie Prüfen und Prüfungsgestaltung
- 4. Berufspädagogische Begleitung von Fachkräften in der Aus- und Weiterbildung
- 5. Qualitätssicherung von beruflichen Bildungsprozessen
III. Berufspädagogisches Handeln
Was ist mein Mehrwert als Absolvent/-in?
- Sie setzten sich aktiv mit den aktuellsten Entwicklungen und Anforderungen in der Berufs- und Arbeitswelt auseinander.
- Sie legen die Basis für eine eigenständige berufliche (Weiter-)Entwicklung im Bereich der Bildung.
- Sie erwerben die fachlichen, methodischen und persönlichen Voraussetzungen für anspruchsvollere Aufgaben innerhalb der Ausbildung und mittlere Führungspositionen (Ausbildungsleiter/-in, Fachbereichsleiter/-in, u. ä.).
- Sie steigern die Qualität Ihrer Arbeit und gehen gezielter mit dem Thema des Lebenslangen Lernens und dem Wandel innerhalb der Arbeitswelt um.
- Sie eröffnen sich neue Arbeitsfelder im Bereich Weiterbildung, Bildungsmanagement, Bildungsberatung u. ä.
- Sie erwerben den Abschluss Bachelor Professionell auf der Stufe des DQR 6.
Was sind meine Vorteile: Weiterbildung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen?
- Sie kennen die aktuellen Trends in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.
- Sie sind in der Lage, zielgerichtete Aus- und Weiterbildungsprogramme zu konzipieren sowie deren Wirtschaftlichkeit und Zielerreichung zu überprüfen und ggf. zu optimieren.
- Sie können moderne Prüfungen gestalten, abnehmen und Prüfungsteilnehmer professionell beurteilen.
- Sie können lösungsorientiert mit kritischen Situationen in der Aus- und Weiterbildung umgehen und sehen diese als Chance auf Verbesserungen.
- Sie sind in der Lage moderne Methoden und Ansätze der Berufspädagogik situationsadäquat einzusetzen.
Mehrwert für Betriebe?
Mehrwert für Betriebe, wenn sich Ausbilder/-innen zu Aus- und Weiterbildungspädagogen weiterbilden:
- Die Aus- und Weiterbildung orientiert sich stärker an den im Unternehmen tatsächlich benötigten Kompetenzen und Qualifikationen für zukünftige Fachkräfte und Mitarbeiter.
- Die Kapazitäten innerhalb der Aus- und Weiterbildung können besser gebündelt und intensiver sowie wirtschaftlicher genutzt werden.
- Die Aus- und Weiterbildungsabteilung kann sich besser mit der Personalentwicklung verzahnen und so u. U. Kosten sparen.
- Herausforderungen innerhalb der Aus- und Weiterbildung werden frühzeitiger erkannt und so treten weniger Probleme auf, bzw. diese können schneller gelöst werden.
- Das Unternehmen hat Profis der Aus- und Weiterbildung im Team.
Fragen zur Organisation des Lehrgangs:
Wie lange dauert der Lehrgang zum/zur Aus- und Weiterbildungspädagoge/-in?
Der Lehrgang zum Aus- und Weiterbildungspädagogen dauert inklusive Ihrer Abschlussarbeit circa 1 ¼ Jahre. Intensive Unterrichtszeit sind 11 Monate. Die genauen Termine sind vor Lehrgangsbeginn festgelegt und lassen sich jederzeit auf unserer Internetseite abrufen.
Wo findet der Lehrgang zum/zur Aus- und Weiterbildungspädagoge/-in statt?
Der Lehrgang ist ein Blended-Learning-Lehrgang. Zu Beginn, in der Mitte und zum Ende finden Präsenztage in Frankfurt am Main statt. Die anderen Termine laufen Live-Online über die Plattform "Microsoft Teams".
Wann findet der Unterricht statt?
Die aktuellen Termine sind auf unserer Website hinterlegt.
Wo bekomme ich zusätzliche Informationen zu meinem Lehrgang?
Auf der Seite des Bildungszentrums der IHK Frankfurt und auf unserer Website finden Sie alle nötigen Informationen. Weitere Informationen zum Ablauf bekommen Sie mit Ihrer Anmeldung und zu Beginn des Kurses. Bei weiteren Fragen lesen Sie gerne unsere FAQ, melden sich telefonisch oder per Mail. Wir beantworten Ihre Rückfragen gerne. In welcher Gruppengröße finden die Kurse zu diesem Le
In welcher Gruppengröße finden die Kurse zu diesem Lehrgang statt?
Die Lehrgänge "Gepr. Aus- und Weiterbildungspädagogin / Aus- und Weiterbildungspädagogen (IHK)" finden in Gruppengrößen zwischen 6 und 14 Personen statt. So haben wir genug Zeit unsere Teilnehmer/-innen individuell zu betreuen und auf alle Fragen einzugehen.
Mit welcher Literatur wird in den Aus- und Weiterbildungspädagogen-Kursen gearbeitet?
Wir nutzen:
Unser aktuelles Buch: Vorbereitung auf die Prüfung zur geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogin (IHK) / zum geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen (IHK), Lehrgangspräsentationen, zahlreiche Musterklausuren, Fallstudien / Präsentationen, aktuelle Arbeitsgesetze
Bekomme ich eine Bescheinigung für die Teilnahme an dem Vorbereitungslehrgang?
Ja, Sie bekommen im Anschluss an Ihre Teilnahme in unseren Lehrgängen ein Teilnahmezertifikat.
Ist eine betriebsinterne Veranstaltung möglich?
Gerne können Sie uns für einen internen Lehrgang in Ihrem Unternehmen buchen. Nutzen Sie unser Kontaktformular oder rufen Sie uns direkt an. Dann senden wir Ihnen ein individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot zu.
Wo kann ich die Prüfung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen ablegen?
Bei allen Industrie- und Handelskammern, die diese Prüfung anbieten.
Fragen zur Prüfung:
Wie ist die Prüfung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen (IHK) aufgebaut?
Die Prüfung besteht aus mehreren Teilen:
1. Schriftliche Prüfungen:
- Lernprozessbegleitung, 2 Klausuren
- Planungsprozesse, 2 Klausuren
2. Situatives Fachgespräch
3. Berufspädagogisches Handeln:
- Projektarbeit
- Projektbezogenes Fachgespräch
Wie läuft die Prüfungsanmeldung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen (IHK) ab?
Bitte melden Sie sich selbstständig und frühzeitig bei Ihrer zuständigen IHK an. Die Anmeldung erfolgt direkt über die jeweilige Website. Dort finden Sie die möglichen Prüfungstermine.
Zu welchem Zeitpunkt sollte ich mich bei der IHK zur Prüfung anmelden?
Bitte informieren Sie sich über die jeweiligen Anmeldefristen. Da die zuständigen Stellen immer nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung haben, empfehlen wir eine frühzeitige Anmeldung.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um an der Prüfung teilnehmen zu können?
» siehe Zulassungsvoraussetzungen
Muss ich einen Vorbereitungslehrgang besuchen, um an der Prüfung teilzunehmen?
Nein, die Teilnahme an einem Vorbereitungskurs ist für die Prüfungsanmeldung nicht verpflichtend.
Erfahrungsgemäß lohnt sich der Zeit- und Kostenaufwand. Neben der Prüfungsvorbereitung besteht die Chance wertvolle Erfahrungen auszutauschen, einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen und Kontakte zu knüpfen.
Was passiert, wenn ich eine der Prüfungen nicht bestehe?
Manchmal kommt es vor, dass man trotz sehr guter Vorbereitung im Lehrgang einen schlechten Tag in der Prüfung hat. Alle Prüfungsteile können bei Nichtbestehen wiederholt werden. Wir versprechen Ihnen, falls das passiert, sind wir weiter für Sie da. Wir laden Sie zur nächsten Prüfungsvorbereitung ein oder unterstützen Sie individuell.
Kann ich die Inhalt der Prüfung downloaden?
Wo finde ich die Verordnung?
www.gesetze-im-internet.de
Was sind die Inhalte der Prüfung?
1. Gestaltung von Lernprozessen und Lernbegleitung
- Lern- und entwicklungstheoretische Grundlagen für die Gestaltung von Lern- und Qualifizierungsprozessen
- Didaktische und pädagogische einschließlich methodische Gestaltung von Lernbegleitung unter Berücksichtigung von Geschäfts- und Arbeitsprozessen und unterschiedlicher jugendlicher und erwachsener Zielgruppen
- Lernbegleitung in und außerhalb von Arbeitsprozessen; Organisation der Lernbegleitung auch von Lernungewohnten
2. Lernpsychologisch, jugend-, erwachsenen- und sozialpädagogisch gestützte Lernbegleitung
- Lernpsychologische, jugend-, erwachsenen- und sozialpädagogische Methoden zur Erkennung und Behandlung von Problemen und Benachteiligungen im Lernen oder in der Persönlichkeitsentwicklung
- Erkennen und Behandeln von Lernproblemen und -benachteiligungen
- Erkennen und Behandeln von Entwicklungsproblemen und -benachteiligungen
- Mit Lernenden angemessen und gewaltfrei kommunizieren, Feedback geben, Konflikte die eskalieren, Konfliktgespräche führen
- Zusammenarbeit mit sozialpsychologischen, Erziehungsberatungs- und pädagogischen Fachdiensten
3. Medienauswahl und -einsatz
- Anwenden von Lehrmedien
- Lehr- und Lernhilfen erstellen und anpassen; Mediendidaktik
- Pädagogische und didaktische Grundsätze sowie technische Möglichkeiten der Medienentwicklung
4. Lern- und Entwicklungsberatung
- Lernberatung in Bildungsprozessen, insbesondere bei Lernkrisen; Abbruchprophylaxe
- Lerntherapien und Kooperation mit lerntherapeutischen Dienstleistungen
- Umgang mit disziplinarischen Problemen
- Bildungs- und Entwicklungsberatung für die berufsbiografische Lebensgestaltung und in betrieblichen Veränderungsprozessen
I. Lernprozesse und Lernbegleitung
1. Prüfung im Bereich „Lernprozesse und Lernbegleitung“
Teil 1.1: Schriftliche Prüfung:
Wird anhand einer komplexen Situationsbeschreibung mit zwei aufeinander abgestimmten, gleichgewichtig daraus abgeleiteten Aufgabenstellungen durchgeführt. Die gesamte Bearbeitungsdauer soll 250 Minuten nicht unterschreiten und 280 Minuten nicht überschreiten.
Teil 1.2.: Situationsbezogenes Fachgespräch:
Wird in einem vom Prüfungsausschuss gewählten Thema erbracht. Der Prüfungsteilnehmer oder die Prüfungsteilnehmerin wählt dafür einen aus zwei zur Wahl gestellten Fällen aus. Die Prüfungsdauer beträgt mindestens 30 Minuten und höchstens 45 Minuten. Es ist eine Vorbereitungszeit von 30 Minuten zu gewähren. Durch das Fachgespräch soll nachgewiesen werden, dass pädagogisch angemessen moderiert, geführt und kommuniziert werden kann.
Quelle: Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge/Geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagoge
II. Planungsprozesse in der beruflichen Bildung
1. Organisation und Planung beruflicher Bildungsprozesse
- Kundenorientierte Feststellung von betrieblichem Lern- und Qualifikationsbedarf
- Betriebliche Ausbildungspläne, betriebliche Zusatzqualifikationen sowie Weiterbildungsmaßnahmen entwickeln
- Lernprozesse und Lernsituationen unter Berücksichtigung kundenbezogener Anforderungen planen und modernisieren
- Lernbausteine, Lernunterlagen und Lernsequenzen bedarfsorientiert entwickeln
- Unterschiedliche Lernorte koordinieren, Ausbildungsverbünde und Serviceausbildungen organisieren
2. Gewinnung, Eignungsfeststellung und Auswahl von Auszubildenden
- Eignungsanforderungen an Bildungsmaßnahmen feststellen
- Jugendliche für berufliche Bildungswege und Qualifikationsangebote interessieren und gewinnen
- die Eignung von Bewerbern diagnostizieren
3. Bewertung von Lernleistungen sowie Prüfen und Prüfungsgestaltung
- Auswählen und Einsetzen von Methoden zur Bewertung von Lernleistungen und zur Qualifikationsfeststellung
- Entwickeln von schriftlichen und mündlichen Lernzielkontrollen sowie Prüfungsaufgaben unter Berücksichtigung neuer Prüfungsformen und -methoden
- Gestalten von Prüfungssituationen unter psychologischen und rechtlichen Gesichtspunkten,
- Bewerten von Lern- und Prüfungsleistungen
4. Berufspädagogische Begleitung von Fachkräften in der Aus- und Weiterbildung
- Entwicklung von Konzepten für den Einsatz von Fachkräften in Lernbegleitaufgaben; Lehrziele für Lernstationen analysieren und bestimmen
- Auswahl, Eignung und Einsatz von Fachkräften für Lernbegleitaufgaben
- Berufspädagogische Anleitung von Fachkräften für Lernbegleitaufgaben
- Berufspädagogische Beratung bei Problemfällen
5. Qualitätssicherung von beruflichen Bildungsprozessen
- Qualitätssichernde und -verbessernde Methoden, Bildungscontrolling, Qualitätsstandards
- Bewertung beruflicher Bildungsprozesse hinsichtlich ihrer Leistungsmerkmale
- Qualitätsmanagement von Bildungsprozessen
Prüfung im Bereich „Planungsprozesse in der beruflichen Bildung“
Teil 2: Schriftliche Prüfung
Wird auf Grund einer komplexen Situationsbeschreibung mit zwei aufeinander abgestimmten, gleichgewichtig daraus abgeleiteten Aufgabenstellungen durchgeführt. Die gesamte Bearbeitungsdauer soll 250 Minuten nicht unterschreiten und 280 Minuten nicht überschreiten.
Quelle: Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge/Geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagoge
III. Berufspädagogisches Handeln
Manchmal kommt es vor, dass man trotz sehr guter Vorbereitung im Lehrgang einen schlechten Tag in der Prüfung hat. Alle Prüfungsteile können bei Nichtbestehen wiederholt werden. Wir versprechen Ihnen, falls das passiert, sind wir weiter für Sie da. Wir laden Sie zur nächsten Prüfungsvorbereitung ein oder unterstützen Sie individuell.




